Das war 2011 -

Ein Rückblick auf die wichtigsten Ereignisse des Jahres

  • Umsturz des Jahres: In mehreren arabischen Ländern lehnten sich die Menschen gegen ihre Herrscher auf. Im Januar wurde der tunesische Staatschef Ben Ali aus dem Land gejagt, im Februar trat der ägyptische Diktator Husni Mubarak zurück. In Libyen kam es zum Bürgerkrieg, Muammar al-Gaddafi wurde nach monatelangen Kämpfen zwischen Regimeanhängern und Rebellen im Oktober erschossen. Unter dem so genannten "arabischen Frühling" versteht man den Beginn der Proteste, Aufstände und Revolutionen gegen das herrschende Regime.
  • Katastrophe des Jahres: Am 11. März bebte in Japan die Erde so heftig wie nie zuvor seit Aufzeichnung. Dabei entstand ein Tsunami. 10 Meter hoch war die Welle, die unzähligen Menschen des Leben kostete. Doch damit nicht genug: Die Monsterwelle zerstörte auch das Atomkraftwerk Fukushima, die Gegend wurde radioaktiv verseucht. Tausende Bewohner mussten ihre Heimat verlassen. Weltweit und vor allem in Deutschland löste diese Katastrophe eine neue Debatte zum Atomausstieg und eine Kursänderung aus.
  • Lüge des Jahres: Karl Theodor zu Guttenberg (eigentlich: Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg), der zunächst als Wirtschaftsminister, dann als Verteidigungsminister zum beliebtes- ten Politiker Deutschlands avancierte, musste aufgrund der Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit zurücktreten. Die Universität Bayreuth erkannte Guttenberg außerdem den Doktortitel ab. Die bereits im Febraur immer lauter werdenden Plagiatsvorwürfe wies Guttenberg als "abstrus" zurück. Eine von der Universität Bayreuth eingesetzte Untersuchungskommission kam nach monatelanger Prüfung der Doktorarbeit zu dem Schluss, dass Guttenberg "die Standards guter wissenschaftlicher Praxis evident grob verletzt und hierbei vorsätzlich getäuscht" habe. Es gingen zahlreiche Strafanzeigen wegen Verletzung des Urheberrechts ein. Schwacher Trost: Der Langenscheidt-Verlag kürt einmal im Jahr das "Jugendwort des Jahres"; dabei belegte das Wort "guttenbergen" für "abschreiben"den dritten Platz. Jugendwort des Jahres 2011 ist übrigens "swag" (= cool).
  • Krankheit des Jahres: Obwohl der Keim winzig klein ist, beherrschte Ehec im Frühjahr des Jahres die Schlagzeilen. Vor allem woher er kam, blieb lange ein ungelöstes Rätsel.  
  • Paar des Jahres:  Am 29. April gaben sich Kate Middleton (seit der Hochzeit: Catherine Mountbatten-Windsor, Duchess of Cambridge) und Prinz William das Ja-Wort. Mehr als 2 Milliarden Menschen verfolgten vor dem Bildschirm die Trauung.                                                       
  • Film des Jahres: Eine Ära geht zu Ende: In diesem Jahr kam der achte und letzte Film der Harry Potter-Buchreihe in die Kinos, Millionen von Fans sahen ihn sich an. Damit ist der Film noch vor Fluch der Karibik 4 und Kokowääh.
  • Leid des Jahres: Dieses Jahr wurde in Somalia in Ost-Afrika eine Hungersnot ausgerufen. Dort hatte es viel zu lange nicht geregnet, sodass die Ernte verdorrte und das Vieh starb. Tausende flohen in das Nachbarland Kenia, wo sie in überfüllten Flüchtlingslagern unterkamen.
  • Schock des Jahres: Im Juli geschah in Norwegen ein furchtbarer Anschlag: Ein Rechtsradikaler ließ in der Hauptstadt Oslo eine Bombe explodieren, danach tötete er auf einer Ferieninsel in der Nähe fast 100 Jugendliche.
  • Sportereignis des Jahres: Diesen Sommer fand in Deutschland die Frauenfußball-WM statt. Für den Titel reichte es leider nicht: Bereits im Viertelfinale schied die deutsche Mannschaft gegen den späteren Weltmeister Japan aus.
  • Parteien des Jahres: In Baden-Württemberg wurde Winfried Kretschmann zum ersten grünen Ministerpräsidenten gewählt. Für eine weitere Überraschung sorgte die Piraten-Partei: Mit erstaunlichen 8,9 % zog sie in den Berliner Landtag ein.
  • Sportler des Jahres: Er fuhr allen davon: Sebastian Vettel wurde zum 2. Mal in Folge Formel-1-Weltmeister.
  • Tier des Jahres: Weit verschwommen hatte sich der Kaiser-Pinguin Happy Feet. Am Strand von Neuseeland wurde er gefunden. Tierärzte pflegten ihn gesund und setzten ihn mit einem Peilsender ausgestattet wieder im Meer aus. Allerdings verstummte dieser nach kurzer Zeit. Über das Schicksal des Pinguins weiß niemand Bescheid.
  • Jubiläum des Jahres:  Vor 100 Jahren, am 14. Dezember 1911, erreichte der Norweger Roald Amundsen als erster Mensch den Südpol. Er hatte sich einen Wettlauf gegen den Briten Robert Falcon Scott geliefert, welcher den südlichsten Punkt der Erde erst knapp 5 Wochen später erreichte: Seine Motorschlitten hatten Getriebsschaden und seine Ponys waren den Minusgraden nicht gewachsen. Amundsen hingegen kam mit seinen Schlittenhunden gut voran und wurde von der ganzen Welt gefeiert.
  • Evakuierung des Jahres in  Deutschland: Der Fund zweier Weltkriegsbomben und eines giftigen Chemikalienfasses im Rhein führten dazu, dass 45.000 Koblenzer evakuiert werden mussten. Dies war die größte Evakuierungsaktion seit Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutschland. Glücklicherweise konnte der Kampfmittelräumdienst die Bomben erfolgreich entschärfen; das Fass mit den Chemiekalien wurde kontrolliert gesprengt.
  • Gestorben in diesem Jahr:
    • Bernd Eichinger: Der deutsche Filmproduzent und Drehbuchautor starb am 24. Januar. Er produzierte u.a. Filme wie "Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo", "Der Untergang" und "Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders".
    • Agnes-Marie Grisebach: Agnes Eggert (so ihr bürgerlicher Name) war eine deutsche Schriftstellerin und Schauspielerin. Sie starb im März in Ahrenshoop.
    • Elisabeth Taylor: Im Alter von 79 Jahren starb die Schauspielerin am 23. März. Ihre bekanntesten Filme waren „Die Katze auf dem heißen Blechdach“, „Plötzlich im letzten Sommer“ und „Cleopatra“. Insgesamt zweimal wurde sie mit dem Oskar für die beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.
    • Osama Bin Laden: Der Anführer der Terror-Organisation al-Qaida wurde im Mai von US-Soldaten in Pakistan erschossen.
    • Amy Jade Winehouse: Im Juli starb die Sängerin, welche leider nicht nur durch ihre Stimme bekannt war, sondern auch für ihre Schwäche für Drogen und Alkohol. Sie wurde nur 27 Jahre alt. Sie zählt somit zum "Club 27": Viele namhafte Musiker wie Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison und Kurt Cobain starben in diesem Alter.
    • Loriot: Im August starb der  deutsche  Komiker Victor Christoph Carl von Bülow. Seine vielen lustigen Sketche hatten ihn zu einem sehr berühmten Mann gemacht.
    • Steve Jobs: Der langjährige Chef von Apple starb im Oktober. Unter seiner Führung entwickelte Apple unter anderem den iPod, das iPhone und das iPad.
    • Georg Kreisler: Der Kabarettist, Musiker und Schriftsteller wurde als Sohn eines jüdischen Rechtsanwalts in Wien geboren. In der NS-Zeit wanderte er in die USA aus. Für seinen etwas schwarzen, tiefsinnigen Humor war er auch in Deutschland bekannt; er starb im November im Alter von 89 Jahren.
    • Christa Wolf: Die deutsche Schriftstellerin wurde für ihre Werke unter anderem mit dem Deutschen Bücherpreis und dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnte. Im Mittelpunkt ihrer Bücher standen immer wieder Menschen, die unter der Teilung Deutschlands litten. Sie starb am 1. Dezember.
    • Vaclav Havel: Der ehemalige Präsident von Tschechien starb am 19. Dezember. Neben der Politik war er als Schriftsteller tätig und setzte sich sein Leben lang für die Demokratie ein.
    • Kim Jong-Il: Der Diktator starb Ende Dezember. Er hatte seit 1994 das kommunistische Land Nordkorea regiert. Nun soll sein Sohn Kim Jong-Un die Herrschaft übernehmen.

 

  Schule des Jahres: 

 Natürlich das Geschwister-Scholl-Gymnasium Mannheim!

Die Japan-Solidaritätsaktion, vier Regional- und zwei Landessiege bei Jugend forscht, die Aufführungen "Die Bremer Stadtmusikanten" und "Gerüchte", die Musikabende, das Event, der Tag der offenen Tür, die Schulvollversammlung, das Sportfest, der Balladenabend, die Schulgottesdienste und und und ...


Christina K.

antigone aktuell

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