Schülerinnen und Schüler der 8a behandelten Ende Juli 2014 die Kalendergeschichte "Unverhofftes Wiedersehen" von Johan Peter Hebel. Um ihr vorher erworbenes Wissen rund um Balladen anzuwenden und selbst kreativ zu werden, wandelte die Klasse in Gruppen die Kalendergeschichte in eine Ballade um. Hierfür wurden inhaltliche Aspekte der Vorlage berücksichtigt, jedoch eigenständig und völlig frei gedichtet. Hier sind zwei Endprodukte zur Ansicht.

Danke an die fleißigen Schülerinnen und viel Spaß beim Lesen! (24.7.2014, Säf )

Unendliche Jugendliebe

(von Mateja & Vivi)

Es ist eine alte Geschichte

und doch ist sie plötzlich ganz neu,

von der ich euch heute berichte

sie handelt von Liebe und Treu'.

 

  Vor mehr als 50 Jahren,

noch ehe der Morgen graut,

verlässt ein junger Bergmann

seine schöne, liebliche Braut.

 

„Leb wohl, mein schönes Mädchen,

bald komm ich wieder heim …

doch er kam nie mehr zurück,

so blieb sie ganz allein.

 

Ein schwarzes Halstuch mit rotem Rand zum Hochzeitstag

säumte sie vergeblich an diesem Morgen.

Stattdessen trug er sein Todeskleid

Wer wird nun für sie sorgen?

 

Die Zeit verging,

sie weinte um ihn,

der 7-jährige Krieg ging vorüber,

doch nie vergaß sie ihn.

 

Franz der Erste, Kaiserin Maria Theresa, der Stähsee, selbst Kaiser Joseph,

die Französische Revolution begann.

Sie starben alle. Einer nach dem anderen.

Der lange Krieg fing an.

 

Der Müller mahlte, der Schmied hämmerte,

Begleute gruben nach Metalladern in ihrer unterirdischen Werkstatt

Dort machten sie eine schockierende Entdeckung,

Ein Jüngling, ein alter Kollege, der hier mal gegraben hat.

 

Er strahlte noch in seiner Jugend,

als ob er nur kurz eingeschlafen war,

dafür sorgte wohl das Vitriolwasser,

denn er atmete schon lange nicht mehr.

 

Niemand schien den Jüngling zu kennen,

nur seine Verlobte kam darauf.

Nach 50 Jahren sah ihn wieder,

vor Glück ging sie förmlich auf.

 

Sie kann es kaum glauben,

dass Gott sie ihn noch einmal sehen lässt,

endlich verabschieden,

bevor er sie endgültig verlässt.

 

Tränen fließen

Gefühle: gemischt.

Sie so alt und er in seiner Jugend strahlt.

Schön ist zu sehen: Die Jugendliebe, die nie erlischt.

 

 Der Tag der Beerdigung ist jetzt da.

Das schwarze Tuch mit rotem Rand ins Grab sie legte.

Ach, war es schön,

als sie noch jung und er noch lebte.

 

Schön sah sie aus in ihrem Sonntagsgewand.

Sie lächelte, sehr traurig war sie nicht.

Sie beugte sich zu ihm und flüsterte: Es dauert nicht mehr lang.

Bald komm ich nach. Jetzt warte du auf mich.

 


Unendliche Jugendliebe

(von Mateja & Vivi)

 


Es ist eine alte Geschichte

und doch ist sie plötzlich ganz neu,

von der ich euch heute berichte

sie handelt von Liebe und Treu'.

 

 

Vor mehr als 50 Jahren,

noch ehe der Morgen graut,

verlässt ein junger Bergmann

seine schöne, liebliche Braut.

 

 

„Leb wohl, mein schönes Mädchen,

bald komm ich wieder heim …

doch er kam nie mehr zurück,

so blieb sie ganz allein.

 

 

Ein schwarzes Halstuch mit rotem Rand zum Hochzeitstag

säumte sie vergeblich an diesem Morgen.

Stattdessen trug er sein Todeskleid

Wer wird nun für sie sorgen?

 

 

Die Zeit verging,

sie weinte um ihn,

der 7-jährige Krieg ging vorüber,

doch nie vergaß sie ihn.

 

 

Franz der Erste, Kaiserin Maria Theresa, der Stähsee, selbst Kaiser Joseph,

die Französische Revolution begann.

Sie starben alle. Einer nach dem anderen.

Der lange Krieg fing an.

 

 

Der Müller mahlte, der Schmied hämmerte,

Begleute gruben nach Metalladern in ihrer unterirdischen Werkstatt

Dort machten sie eine schockierende Entdeckung,

Ein Jüngling, ein alter Kollege, der hier mal gegraben hat.

 

 

Er strahlte noch in seiner Jugend,

als ob er nur kurz eingeschlafen war,

dafür sorgte wohl das Vitriolwasser,

denn er atmete schon lange nicht mehr.

 

 

Niemand schien den Jüngling zu kennen,

nur seine Verlobte kam darauf.

Nach 50 Jahren sah ihn wieder,

vor Glück ging sie förmlich auf.

 

 

Sie kann es kaum glauben,

dass Gott sie ihn noch einmal sehen lässt,

endlich verabschieden,

bevor er sie endgültig verlässt.

 

 

Tränen fließen

Gefühle: gemischt.

Sie so alt und er in seiner Jugend strahlt.

Schön ist zu sehen: Die Jugendliebe, die nie erlischt.

 

 

Der Tag der Beerdigung ist jetzt da.

Das schwarze Tuch mit rotem Rand ins Grab sie legte.

Ach, war es schön,

als sie noch jung und er noch lebte.

 

 

Schön sah sie aus in ihrem Sonntagsgewand.

Sie lächelte, sehr traurig war sie nicht.

Sie beugte sich zu ihm und flüsterte: Es dauert nicht mehr lang.

Bald komm ich nach. Jetzt warte du auf mich.


 

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